Unsere Werte

Bei Poetry Slam Nordhessen leben wir unsere Werte. Unser Awareness-Konzept steht im Zentrum unseres Engagements für eine inklusive, respektvolle und solidarische Community. Wir verstehen es als lebendigen Prozess und sind stets bereit, es zu hinterfragen, weiterzuentwickeln und anzupassen. Denn nur so können wir gemeinsam wachsen und nachhaltige positive Veränderungen bewirken. Diese Haltung erwarten wir auch von allen Mitgliedern unserer Community.

Gelebte Werte bei PSNH

Unsere Werte spiegeln sich in allem wider, was wir tun – von unseren Poetry Slams bis hin zu unseren Community-Aktivitäten. Bei unseren Veranstaltungen legen wir großen Wert auf die Einhaltung unserer gemeinsamen Regeln für Respekt und Inklusion. Kommt es zu Grenzüberschreitungen, suchen wir zunächst das direkte Gespräch und handeln im Ernstfall konsequent, etwa durch einen Verweis von der Veranstaltung. Ergänzend steht bei jeder Veranstaltung unser Awareness-Team bereit, um Unterstützung anzubieten und ein offenes Ohr für alle Anwesenden zu haben. So schaffen wir gemeinsam einen sicheren Raum für kreativen Austausch und persönliche Entfaltung.

Wir glauben an Räume, in denen Menschen aufatmen können.
An Orte, an denen niemand erklären muss, warum mensch ist, wie mensch fühlt oder woher mensch kommt.

Awareness ist für uns kein Zusatz, sondern Grundlage.
Ein Versprechen, hinzusehen. Zuhören. Einzugreifen.
Damit Begegnung nicht verletzt, sondern stärkt.

Ein Safer Space entsteht nicht von selbst.
Er entsteht dort, wo Verantwortung geteilt wird
und Respekt kein Lippenbekenntnis bleibt.

CODE OF CONDUCT / VERHALTENSREGELN

Für einen möglichst diskriminierungsarmen, nicht wertenden Raum.

Wir möchten bei Poetry Slam Nordhessen einen Raum schaffen, in dem sich alle Menschen sicher, respektiert und willkommen fühlen können. Ein achtsamer, solidarischer und respektvoller Umgang miteinander ist dafür die Grundlage. Dieser Code of Conduct gilt für alle Teilnehmenden, Auftretenden, Besuchenden und Mitarbeitenden gleichermaßen.

Konsens und individuelle Grenzen

Respektiere die persönlichen Grenzen anderer Menschen. Nur ein klares Ja ist ein Ja – ein Nein gilt immer. Handle nach dem Konsensprinzip. Grenzüberschreitungen werden grundsätzlich von den betroffenen Personen selbst definiert. Das Veranstaltungsteam steht auf der Seite der Betroffenen, glaubt ihnen und solidarisiert sich mit ihnen.

 

Definitionsmacht der Betroffenen

Die Definitionsmacht liegt immer bei den Betroffenen. Sie bestimmen selbst, ob und in welcher Form sie Gewalt, Diskriminierung oder Grenzüberschreitungen erlebt haben. Diese Wahrnehmung wird ernst genommen, respektiert und nicht relativiert oder infrage gestellt.

 

Keine Gewalt, keine Drohungen

Das Ausüben oder Androhen von psychischer, emotionaler, sexualisierter oder physischer Gewalt wird bei unseren Veranstaltungen nicht toleriert.

 

Kein Platz für Diskriminierung

Diskriminierendes, menschenverachtendes oder herabwürdigendes Verhalten – etwa in Form von Sexismus, Rassismus, Ableismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Klassismus oder anderer Formen von Ausgrenzung – wird nicht geduldet.

 

Geschlechtsidentität und Anrede

Das äußere Erscheinungsbild sagt nichts über die Geschlechtsidentität einer Person aus. Frage nach Pronomen, wenn du unsicher bist, und respektiere die genannten Pronomen und Selbstbezeichnungen.

 

Fotos, Videos und Privatsphäre

Wenn du Fotos oder Videos von Teilnehmenden machen oder veröffentlichen möchtest, frage vorher ausdrücklich um Erlaubnis. Nicht jede Person möchte im Internet abgebildet werden – und einmal veröffentlichte Inhalte bleiben dauerhaft auffindbar.

 

Verantwortung für Bildung

Queere Personen, BIPoC und andere marginalisierte Gruppen sind nicht dafür verantwortlich, andere aufzuklären oder Diskriminierung zu erklären. Wer sich informieren möchte, kann auf zahlreiche Organisationen, Bücher, Websites und andere Ressourcen zurückgreifen.

 

Aufeinander achten & Unterstützung holen

Achte auf dich selbst und auf andere. Wenn du dich unwohl, bedroht oder belästigt fühlst, wende dich jederzeit an Mitarbeitende am Einlass, an der Bar oder an das Awareness-Team. Wenn du beobachtest, dass eine andere Person Unterstützung braucht, frage behutsam nach oder informiere Mitarbeitende. Du musst dich für deine Erfahrungen oder Beobachtungen weder erklären noch rechtfertigen.

 

Fehlerkultur & Verantwortungsübernahme

Wir alle machen Fehler. Wenn diskriminierende Sprache oder problematische Denkweisen verwendet werden, versuchen wir, respektvoll und konstruktiv darauf aufmerksam zu machen. Gleichzeitig erwarten wir Offenheit und Bereitschaft zuzuhören, wenn andere Kritik äußern. Fehlende Einsicht oder wiederholtes übergriffiges bzw. diskriminierendes Verhalten kann zum Ausschluss von der Veranstaltung führen.

 

Konsequenzen

Das Veranstaltungsteam behält sich vor, bei Verstößen gegen diesen Code of Conduct angemessen einzugreifen – bis hin zu einem Verweis von der Veranstaltung. Der Schutz und das Wohlbefinden der Betroffenen haben dabei stets Priorität.